Die Prämie einer Berufsunfähigkeitsversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind das Eintrittsalter, die Laufzeit des Vertrages, die Rentenhöhe, das individuelle Berufsbild, die Ausbildung, eine eventuelle Leistungsdynamik, der Einschluss von Zusatzoptionen und die Qualität der Vertragsbedingungen.
Es gibt also verschiedenen Stellschrauben, die Einfluss auf die Prämienhöhe einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Daher greift ein reiner Beitragsvergleich zu kurz, wenn sie nicht auch die Eckparamter zu dem Angebot kennen.
In Leistungsvergleichen werden zudem immer zwei Beitragsarten ausgewiesen der Tarifbeitrag / Maximalbeitrag und der Zahlbeitrag.
Der Tarifbeitrag ist der von der Versicherung festgelegte Beitrag, den der Versicherungsnehmer für sein individuelles Risiko zahlen muss. Dieser Betrag ist vertraglich festgelegt und wird im Versicherungsschein dokumentiert.
Der Gesamtbruttobeitrag (Tarifbeitrag) ist in der Regel also der Beitrag den Sie maximal zahlen würden, wenn das Unternehmen keine Überschüsse mehr erwirtschaftet und der Gesamtnettobeitrag (Zahlbeitrag) ist der Beitrag, der monatlich wirklich abgebucht wird.
Die Differenz entsteht durch die Überschüsse, die das Unternehmen erwirtschaftet und Ihnen in Form eines Sofortabzugs gutschreibt.
Die Überschüsse dürfen laut Gesetzgeber aber immer nur für ein Kalenderjahr festgeschrieben werden. Im kommenden Jahr könnte der Zahlbeitrag also steigen oder sinken. In Zukunft gehen wir eher davon aus, dass die Überschussbeteiligung aufgrund der Niedrigzinsphase weiter sinken wird, weswegen der Zahlbeitrag im kommenden Jahr dann zum Beispiel um 2% steigen könnte.
Es lohnt sich deshalb nicht nur auf den zu zahlenden Beitrag (Zahlbeitrag) zu achten, sondern auch darauf, dass der Bruttobeitrag (Tarifbeitrag) ebenfalls möglichst gering ist.